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Klassik
Neujahrskonzert in Wien
Ausnahmsweise Mozart
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Mit der Ouvertüre zur »Hochzeit
des Figaro« haben die Wiener Philharmoniker mit der Tradition des
Neujahrskonzerts gebrochen und zu Ehren seines
250. Geburtstages eine Komposition des Jubilars Wolfgang Amadeus
Mozart gespielt. Das auf diese Weise eingeläutete Mozartjahr,
das weltweit unzählige Veranstaltungen zu Ehren des Salzburger
Meisters nach sich ziehen wird, ruft jedoch keineswegs nur
Begeisterung hervor. So beklagt die italienische Mezzosopranistin
Cecilia Bartoli die zunehmende Kommerzialisierung des
Mozartgedenkens: »Nach den vielen Mozartkugeln ... und dem
Mozartbier wird es unserer kollektiven Mozart-Leber ...
sehr schlecht gehen.»
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Architektur
Weltwunder der Neuzeit
Wahl per Internet
Seit dem Jahr 2000 hat eine Fachjury
nach den »Sieben Weltwundern der Neuzeit« gefahndet. Aus nahezu
200 von Menschenhand geschaffenen, architektonisch wie kreativ
herausragenden Bauwerken und Monumenten wählten die Experten 21
Finalisten für die Nachfolge der im 2. vorchristlichen
Jahrhundert gekürten antiken Weltwunder aus. Die endgültige
Entscheidung soll in einer bis Ende des Jahres andauernden
Internetabstimmung gefunden werden. Zur Wahl stehen unter anderem das
Opernhaus von Sydney, Schloss Neuschwanstein, die Akropolis, das Taj
Mahal, Stonehenge, der Kreml, die Chinesische Mauer und die Freiheitsstatue.
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Klassik
639 Jahre Orgelmusik
So langsam wie möglich
Am 5. Januar wurde der zweite Akkord des in seiner Aufführug auf 639
Jahre angelegten Orgelstücks »As slow as possible« von John
Cage angeschlagen. Die 1987 für Orgel umgearbeitete Komposition wird seit dem 5. Juli 2005
aufgeführt und von dem Bau der dazugehörigen Orgel in der
Burchardikirche zu Halberstadt begleitet. Den
nächsten Tonartenwechsel wird es am 5. Mai geben. Der dann
angestimmte Akkord wird bis zum Jahr 2008 ausgehalten werden.
Angesichts unserer schnelllebigen Zeit soll das kuriose Vorhaben eine
Form der versuchten Entschleunigung, der »Entdeckung der
Langsamkeit« auch auf musikalischem Gebiet sein.
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Theater
»Deutscher Herbst« im Kanzleramt
Politisches Theater
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Unter dem Titel »Herbst 77 - Sechs Wochen im Kanzleramt«
inszeniert das Schauspielhaus Bonn ab Ende Januar die politischen
Ereignisse um die Entführung der »Landshut«. Am 13. Oktober
1977 kaperten palästinensische Terroristen die
Lufthansa-Passagiermaschine mit dem Ziel, aufgrund der Entführung
und Ermordung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin
Schleyer inhaftierte RAF-Mitglieder frei zu pressen. Zu diesem Anlass
macht Regisseur Michael Neuwirth das Bonner Kanzleramt - seinerzeit
Schauplatz der Krisensitzungen und Entscheidungen - zur Theaterbühne
und verleiht seiner Inszenierung auf diese Weise ein Höchstmaß
an Authentizität.
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Kunst & Ausstellung
Michael Blumenthals 80. Geburtstag
Feier am Jüdischen Museum
Michael Blumenthal, der Leiter des Jüdischen Museums in
Berlin, feierte in der vergangenen Woche seinen 80. Geburtstag. Der
ehemalige US-Finanzminister, zu dessen berühmtesten Vorfahren
der Komponist Giacomo Meyerbeer gehört, ist seit acht Jahren in
Berlin tätig und machte das Museum mit jährlich etwa
700.000 Besuchern zu einem der erfolgreichsten in Deutschland. Der
SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck würdigte Blumenthals Beitrag
»zur Aussöhnung der Judenheit mit den Deutschen«, für
den das Jüdische Museum ein »besonders beeindruckendes
Beispiel« sei.
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Literatur
Doktorwürde für Reich-Ranicki
Ehrung aus Tel Aviv
Nach Uppsala, Augsburg, Bamberg,
Düsseldorf, Utrecht und München wird nun auch die
Universität Tel Aviv Marcel Reich-Ranicki die Ehrendoktorwürde
verleihen. Der Festakt wird am 2. Februar in Frankfurt am Main - der
Partnerstadt Tel Avivs - stattfinden und soll Reich-Ranickis
Leistungen für die Literatur im Allgemeinen und für die Universität
in Tel Aviv im Besonderen würdigen. Die Laudatio wird
Joschka Fischer halten. Bereits am 9.
Januar nimmt der Literaturkritiker den Ehrendoktor der Freien
Universität Berlin entgegen.
sr
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